Glossar Klimaänderung

Das folgende Glossar ist zusammengestellt aus den Glossaren des IPCC-Syntheseberichts Klimaänderung 2007, des IPCC-Berichts Klimaänderung 2007 - Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger sowie IPCC, 2013/14: Anhang zu den Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger der Beiträge der Arbeitsgruppen I, II und III zum Fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) . Deutsche Übersetzung durch Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle, Bonn, 2016.

IPCC Klimaänderung 2013/2014 Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger: Anhang

IPCC Klimaänderung 2007 Synthesebericht

IPCC Klimaänderung 2007 Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger


A.

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Abfackeln

Das Verbrennen von brennbaren Abgasen und flüchtigen Flüssigkeiten in der Außenluft über einen Kamin an Ölquellen oder Ölbohranlagen sowie in Raffinerien, Chemiefabriken oder Deponien.

Abfluss (Runoff)

Der Anteil von Niederschlägen, der weder verdunstet noch von Pflanzen transpiriert wird, sondern durch den Boden oder über die Bodenoberfläche fließt und in Wasserkörper zurückkehrt. {WGII}

Abrupte Klimaänderung (Abrupt change/abrupt climate change)

Abrupte Änderung bezeichnet eine Änderung, die wesentlich schneller abläuft als mit der in der jüngeren Geschichte der betroffenen Komponenten eines Systems verzeichneten Änderungsrate. Abrupte Klimaänderung bezeichnet eine großskalige Änderung im Klimasystem, die innerhalb weniger Jahrzehnte oder schneller abläuft, für mindestens einige Jahrzehnte andauert (bzw voraussichtlich andauert) und wesentliche Brüche in natürlichen Systemen und solchen des Menschen hervorruft. {WGI, II, III}

Absorption, Streuung und Emission von Strahlung

Elektromagnetische Strahlung kann mit Materie, sei sie in Form von Atomen und Molekülen eines Gases (z.B. die Gase in der Atmosphäre) oder in Form von partikulärer Materie, fest oder flüssig (z.B. Aerosole), auf vielfältige Weise wechselwirken. Materie selbst emittiert Strahlung gemäß ihrer Zusammensetzung und Temperatur. Strahlung kann durch Materie absorbiert werden, wodurch die absorbierte Energie übertragen oder re-emittiert werden kann. Schließlich kann Strahlung als Folge ihrer Wechselwirkung mit Materie auch von ihrer ursprünglichen Bahn abgelenkt (gestreut) werden.

Ackerbau (Cropland management)

Das System von Verfahren auf Flächen, auf denen landwirtschaftliche Nutzpflanzen angebaut werden, und auf Stillegungsflächen oder Flächen, die temporär nicht pflanzenbaulich genutzt werden (UNFCCC, 2002) {WGIII}

Activities Implemented Jointly (AIJ)

Pilotphase für Joint Implementation, wie in Artikel 4.2(a) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) definiert, die Projektaktivitäten zwischen Industrienationen (und ihren Unternehmen) sowie zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern (und deren Unternehmen) gestattet. AIJ soll es den Parteien der UNFCCC ermöglichen, Erfahrungen in gemeinsam umgesetzten Projekten zu sammeln. Es gibt keine Anerkennung für AIJ während der Pilotphase. Eine Entscheidung hängt von der Zukunft der AIJ-Projekte ab und davon, wie sie in Beziehung zu den Kyoto-Mechanismen stehen. Als eine einfache Form von handelbaren Zertifikaten stellen AIJ und andere marktkonforme Systeme potenzielle Mechanismen zur Anregung zusätzlicher Ressourcenflüsse für die Emissionsminderung dar. Siehe auch Clean Development Mechanism und Emissionshandel.

Aerosol (Aerosol)

Eine Suspension fester oder flüssiger Partikel in der Luft mit einer typischen Größe zwischen einigen wenigen Nanometern und 10 μm, die mindestens einige Stunden in der Atmosphäre verbleiben. Der Einfachheit halber wird der Begriff Aerosol, der sowohl die Partikel als auch das schwebende Gas umfasst, in diesem Bericht oft im Plural verwendet, um die Aerosol-Partikel zu bezeichnen. Aerosole können entweder natürlichen oder anthropogenen Ursprungs sein. Aerosole können das Klima vielfältig beeinflussen: direkt durch Streuung und Absorption von Strahlung und indirekt, indem sie als Kondensationskerne oder Eiskeime in Wolken fungieren und die optischen Eigenschaften und den Lebenszyklus von Wolken modifizieren. {WGI, III}

Atmosphärische Aerosole, ob natürlich oder anthropogen, entstammen zwei unterschiedlichen Pfaden: Emissionen primären Feinstaubes und der Bildung von sekundärem Feinstaub aus Gasausgangsstoffen. Der Großteil der Aerosole ist natürlichen Ursprungs. Einige Wissenschaftler verwenden Gruppenkennzeichnungen, die auf die chemische Zusammensetzung verweisen, nämlich: Meersalz, organischer Kohlenstoff, Ruß, mineralische Stoffe (hauptsächlich Wüstenstaub), Sulfat, Nitrat und Ammonium. Diese Kennzeichnungen sind jedoch ungenau, da Aerosole Partikel kombinieren und dadurch komplexe Mischungen schaffen. {WGIII}

Aggregierte Folgen (Aggregate impacts)

Die gesamten, sektoren- und/oder regionenübergreifend integrierten Folgen. Die Aggregation von Folgen erfordert Kenntnisse (oder Annahmen) über die relative Bedeutung unterschiedlicher Folgen. Maße für aggregierte Folgen sind zum Beispiel die Gesamtzahl der betroffenen Menschen oder die wirtschaftlichen Gesamtkosten und sind normalerweise zeit-, orts- und/oder sektorgebunden. {WGII}

Akklimatisierung

Die physiologische Anpassung an klimatische Schwankungen.

Albedo (Albedo)

Der Anteil der Sonnenstrahlung, der an einer Oberfläche oder an einem Körper reflektiert wird, oft in Prozent angegeben. Schneebedeckte Oberflächen haben eine hohe Albedo, die Albedo von Böden reicht von hoch bis niedrig, und pflanzenbedeckte Oberflächen und Ozeane haben eine niedrige Albedo. Die Albedo der Erde variiert hauptsächlich wegen unterschiedlicher Bewölkung, Schnee-, Eis- oder Laubbedeckung und Änderungen der Bodenbedeckung. {WGI, III}

Albedo-Rückkopplung

Eine Klimarückkopplung mit Veränderungen in der Albedo der Erde. Sie bezieht sich normalerweise auf Veränderungen in der Kryosphäre, deren Albedo viel höher (~0,8) als die durchschnittliche planetare Albedo (~0,3) ist. Man erwartet, dass die Kryosphäre unter einem sich erwärmendem Klima schrumpfen, die Gesamtalbedo der Erde abnehmen und mehr Sonnenenergie absorbiert würde, wodurch die Erde noch weiter erwärmt würde.

Algenblüte

Explosive Vermehrung von Algen in einem See, Fluss oder Ozean.

Allgemeine Gleichgewichtsanalyse (General equilibrium analysis)

Die allgemeine Gleichgewichtsanalyse berücksichtigt gleichzeitig alle Märkte und Rückkopplungseffekte zwischen diesen Märkten in einer Ökonomie, welche zu Markträumung führen. (Berechenbare) Allgemeine Gleichgewichtsmodelle sind die operativen Instrumente, um diese Art von Analyse durchzuführen. {WGIII}

Allgemeines Atmosphären-Ozean-Zirkulationsmodell (Atmosphere-Ocean General Circulation Model, AOGCM)

Siehe Klimamodell.

Allgemeines Zirkulationsmodell (GCM)

Siehe Klimamodell.

Alpin

Die biogeographische Zone aus Hängen über der Baumgrenze, die durch die Anwesenheit von rosettenbildenden krautigen Pflanzen und niedrigen, langsam wachsenden buschigen Gehölzen charakterisiert ist.

Altimetrie (Altimetry)

Ein Verfahren zur Messung der Höhe der Erdoberfläche bezogen auf das Geozentrum der Erde innerhalb eines definierten terrestrischen Referenzrahmens (geozentrischer Meeresspiegel). {WGI}

Annex-I-Parteien/-Länder (Annex I Parties/countries)

Die Länder, die in Anlage I zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) aufgeführt sind Gemäß Artikel 4 2 (a) und 4 2 (b) des UNFCCC sind die in Anlage I aufgeführten Parteien verpflichtet, nationale Strategien und Maßnahmen zu beschließen, mit dem nicht rechtlich bindenden Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen. Die Gruppe entspricht weitgehend denen der Annex-B-Länder des KyotoProtokolls, welche sich auch zu Emissionsminderungszielen für 2008–2012 verpflichtet haben. Standardmäßig werden die anderen Länder als NichtAnnexILänder bezeichnet. {WGIII}

Annex-II-Parteien/-Länder (Annex II Parties/countries)

Die Länder, die im Anhang II zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) aufgeführt sind. Gemäß Artikel 4 des UNFCCC haben diese Länder eine besondere Verpflichtung, finanzielle Mittel bereitzustellen, um die vereinbarten vollen Mehrkosten für die Umsetzung der unter Artikel 12 Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen zu tragen. Sie sind ferner verpflichtet, finanzielle Mittel, einschließlich derjenigen für den Transfer von Technologie, bereitzustellen, um die vereinbarten vollen Mehrkosten für die Durchführung der in Artikel 12 Absatz 1 aufgeführten und zwischen Parteien, die Entwicklungsländer sind, und internationalen Einrichtungen nach Artikel 11 des UNFCCC vereinbarten Maßnahmen zu tragen. Diese Ländergruppe ist auch verpflichtet, jene Länder, die besonders verwundbar gegenüber negativen Auswirkungen des Klimawandels sind, zu unterstützen. {WGIII}

Annex B-Länder

Gruppe von Ländern, die im Anhang B des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind und die sich über ein Ziel ihrer Treibhausgasemissionen geeinigt haben, inklusive aller Annex I-Länder (wie 1998 ergänzt) außer der Türkei und Weißrussland. Eine Liste der Annex I-Länder ist unter http://unfccc.int zu finden. Siehe Kyoto-Protokoll.

Annular Modes

Bevorzugte Änderungsmuster der atmosphärischen Zirkulation, welche den Änderungen der zonal gemittelten Westströmung in den mittleren Breiten entspricht. Der Northern Annular Mode ist stark mit der Nordatlantischen Oszillation korreliert. Der „Southern Annular Mode“ tritt in der Südhemisphäre auf. Die Veränderungen der Westströmung in den mittleren Breiten ist auch als „zonale Strömungsschwingung“ bekannt und durch einen „zonalen Index“ definiert.

Anpassung (Adaptation)

Der Prozess der Ausrichtung auf das tatsächliche oder erwartete Klima und dessen Auswirkungen. In Systemen des Menschen ist Anpassung darauf gerichtet, Schäden zu vermindern oder zu vermeiden, oder vorteilhafte Möglichkeiten zu nutzen In einigen natürlichen Systemen kann die Anpassung an das erwartete Klima und dessen Auswirkungen durch Eingreifen des Menschen ermöglicht werden. {WGII, III}

Schrittweise Anpassung: Anpassungsmaßnahmen, deren zentrales Ziel es ist, Wesen und Integrität eines Systems oder Prozesses auf einer bestimmten Ebene zu erhalten. {WGII}

Transformative Anpassung: Anpassung, welche die grundlegenden Eigenschaften eines Systems in Reaktion auf das Klima und dessen Auswirkungen verändert. {WGII}

Anpassung, Bewertung von (Adaptation assessment)

Das Identifizieren von Möglichkeiten zur Anpassung an die Klimaänderung und deren Bewertung im Hinblick auf Kriterien wie Verfügbarkeit, Nutzen, Kosten, Wirksamkeit, Effizienz und Durchführbarkeit. {WGII}

Anpassungsbedarf (Adaptation needs)

Handlungsbedarf zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung und der Sicherung von Vermögen als Reaktion auf Klimafolgen. {WGII}

Anpassungsdefizit (Adaptation deficit)

Die Lücke zwischen dem derzeitigen Zustand eines Systems und einem Zustand, in dem negative Folgen der bestehenden klimatischen Verhältnisse und der Klimavariabilität minimiert sind. {WGII}

Anpassungsfähigkeit (Adaptive capacity)

Die Fähigkeit von Systemen, Institutionen, Menschen und andere Lebewesen, sich auf potentielle Schädigungen einzustellen, Vorteile zu nutzen oder auf Auswirkungen zu reagieren. {WGII, III}

Anpassungsgrenze (Adaptation limit)

Der Punkt, an dem die Ziele eines Akteurs (oder die Systembedürfnisse) durch Anpassungsmaßnahmen nicht mehr vor untragbaren Risiken bewahrt werden können. {WGII}

Harte Anpassungsgrenze: Anpassungsmaßnahmen zur Vermeidung untragbarer Risiken sind nicht möglich.

Weiche Anpassungsgrenze: Es sind derzeit keine Optionen verfügbar, untragbare Risiken durch Anpassungsmaßnahmen zu vermeiden.

Anpassungskosten

Kosten der Planung, Vorbereitung, Ermöglichung und Umsetzung von Anpassungsmassnahmen, einschließlich Transitionskosten.

Anpassungsoptionen (Adaptation options)

Die Palette von für den Anpassungsbedarf verfügbaren und geeigneten Strategien und Maßnahmen. Sie beinhalten eine große Bandbreite von Maßnahmen, die als strukturell, institutionell oder gesellschaftlich klassifiziert werden können. {WGII}

Anpassungsvorteile

Die vermiedenen Schadenskosten oder die anfallenden Gewinne als Folge der Verabschiedung und Umsetzung von Anpassungsmassnahmen.

Anthropogen (Anthropogenic)

Durch Aktivität des Menschen verursacht oder produziert. {WGI, WGII}

Anthropogene Emissionen (Anthropogenic emissions)

Siehe Emissionen.

Antriebe

Siehe Äußere Antriebe.

Aquakultur

Gelenkte Kultivierung von Wasserpflanzen oder -tieren, wie Lachs oder Schalentiere, die zu Ertragszwecken gehalten werden.

Äquivalente Kohlendioxid (CO₂)-Konzentration

Die Konzentration von Kohlendioxid, welche den gleichen Strahlungsantrieb wie eine vorgegebene Mischung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen verursachen würde. Siehe auch CO2-Äquivalent.

Arides Gebiet

Ein Landgebiet mit geringem Niederschlag, wobei gering im Allgemeinen als <250 mm Niederschlag pro Jahr angesehen wird.

Armut (Poverty)

Armut ist ein komplexer Begriff mit mehreren Definitionen aus unterschiedlichen Denkrichtungen. Er kann sich auf materielle Umstände (wie Bedarf, Entbehrungsmuster oder begrenzte Ressourcen), wirtschaftliche Bedingungen (wie Lebensstandard, Ungleichverteilung oder wirtschaftliche Position) und/oder gesellschaftliche Verhältnisse (wie soziale Klasse, Abhängigkeit, Ausschluss, fehlende Grundsicherung oder fehlende Anspruchsberechtigung) beziehen. {WGII}

Armutsfalle (Poverty trap)

Der Begriff Armutsfalle wird in den Fachrichtungen unterschiedlich verstanden. In den Sozialwissenschaften bezeichnet der Begriff – primär auf individueller, Haushalts- oder Gemeindeebene angewandt – eine Situation, in der es aufgrund von unproduktiven oder unflexiblen Ressourcen unmöglich wird, der Armut zu entfliehen. Eine Armutsfalle kann auch als kritische Mindesteinkommensgrenze gesehen werden, unterhalb derer es Familien nicht möglich ist, ihre Kinder erfolgreich aufzuziehen, ein produktives Vermögen zu bilden und der Armut zu entfliehen. Extreme Armut ist an sich eine Armutsfalle, da armen Personen die Mittel fehlen, in bedeutender Weise an der Gesellschaft teilzuhaben. In den Wirtschaftswissenschaften wird der Begriff Armutsfalle häufig in nationalem Maßstab angewandt und bezieht sich auf einen sich selbst aufrecht erhaltenden Zustand, in dem eine Ökonomie, gefangen in einem Teufelskreis, unter einer andauernden Unterentwicklung leidet (Matsuyama, 2008). In der Literatur finden sich viele vorgeschlagene Modelle von Armutsfallen. {WGII}

Atmosphäre (Atmosphere)

Die gasförmige Hülle, welche die Erde umgibt, aufgeteilt in fünf Schichten – die Troposphäre, welche die Hälfte der Erdatmosphäre enthält, die Stratosphäre, die Mesosphäre, die Thermosphäre und die Exosphäre, welche die äußere Begrenzung der Atmosphäre darstellt. Die trockene Atmosphäre besteht fast gänzlich aus Stickstoff (78,1% vol) und Sauerstoff (20,9% vol ) mit einigen Spurengasen wie Argon (0,93 % vol ), Helium und strahlungsaktiven Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) (0,035% vol) und Ozon (O3) Darüber hinaus enthält die Atmosphäre das Treibhausgas Wasserdampf (H2O), dessen Menge stark schwankt, aber typischerweise bei etwa 1% vol liegt. Die Atmosphäre enthält auch Wolken und Aerosole. {WGI, WGIII}

Aufforstung (Afforestation)

Pflanzung neuer Wälder auf Land, das in der Vergangenheit nicht bewaldet war. Aufforstungsprojekte sind unter einer Reihe von Programmen zulässig, einschließlich – unter anderen – Joint Implementation und dem Clean Development Mechanism unter dem KyotoProtokoll, für das besondere Kriterien gelten (z. B. muss nachgewiesen werden, dass das Land seit mindestens 50 Jahren nicht bewaldet war oder vor dem 31. Dezember 1989 für alternative Zwecke umgewandelt wurde). Siehe auch den Bericht „Definitions and Methodological Options to Inventory Emissions from Direct Human-induced Degradation of Forests and Devegetation of Other Vegetation Types“(IPCC, 2003). {WGIII}

Definitions and Methodological Options to Inventory Emissions from Direct Human-induced Degradation of Forests and Devegetation of Other Vegetation Types


Aufnahme (Uptake)

Die Einleitung einer bestimmten Substanz in ein Reservoir. Die Aufnahme kohlenstoffhaltiger Substanzen, insbesondere Kohlendioxid, wird häufig als (Kohlenstoff-)Sequestrierung bezeichnet. {WGI}

Auftriebsgebiet (Upwelling region)

Eine Region eines Ozeans, in der kalte, typischerweise nährstoffreiche Wasser aus dem tiefen Ozean aufsteigen. {WGII}

Ausdehnung der Schneebedeckung (Snow cover extent)

Das Flächenausmaß schneebedeckter Flächen. {WGI}

Äußerer Antrieb (External forcing)

Äußerer Antrieb bezieht sich auf einen Antriebsfaktor außerhalb des Klimasystems, der eine Änderung im Klimasystem verursacht. Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre sowie Landnutzungsänderungen sind äußere Antriebe. Der orbitale Antrieb ist ebenfalls ein äußerer Antrieb, da sich die Sonneneinstrahlung mit der Exzentrizität der orbitalen Parameter, Neigung und Präzession der Tag-und-Nacht-Gleiche verändert. {WGI, II}

Aussterben

Das vollständige Verschwinden einer ganzen biologischen Art.

Auswirkungen von Klimaänderungen

Die Auswirkungen der Klimaänderung auf natürliche und menschliche Systeme. Je nach Einbeziehung von Anpassung, kann zwischen potenziellen und verbleibenden Auswirkungen unterschieden werden:

* Potenzielle Auswirkungen: alle Auswirkungen, die bei einer projizierten Klimaänderung auftreten könnten, ohne Berücksichtigung von Anpassung.
* Verbleibende Auswirkungen: die Auswirkungen einer Klimaänderung, die nach Anpassung noch auftreten würden.

Siehe auch aggregierte Auswirkungen; wirtschaftliche Auswirkungen und nichtwirtschaftliche Auswirkungen.