Glossar Klimaänderung

Das folgende Glossar ist zusammengestellt aus den Glossaren des IPCC-Syntheseberichts Klimaänderung 2007, des IPCC-Berichts Klimaänderung 2007 - Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger sowie IPCC, 2013/14: Anhang zu den Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger der Beiträge der Arbeitsgruppen I, II und III zum Fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) . Deutsche Übersetzung durch Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle, Bonn, 2016.

C.

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Cancún-Pledges (Freiwillige Minderungszusagen von Cancún) (Cancún Pledges)

Im Laufe des Jahres 2010 haben viele Länder ihre bestehenden Pläne zur Kontrolle von Treibhausgasemissionen beim UNFCCC-Sekretariat eingereicht und diese Vorschläge wurden nun formell unter dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) anerkannt. Die Industrieländer haben ihre Pläne in Form von gesamtwirtschaftlichen Zielen zur Verringerung von Emissionen – im Wesentlichen bis 2020 – vorgestellt, während die Entwicklungsländer Wege zur Begrenzung ihres Emissionswachstums in Form von Handlungsplänen vorgelegt haben. {WGIII}

Cancún-Vereinbarungen (Cancún Agreements)

Eine Reihe von Beschlüssen, die bei der 16. Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) verabschiedet wurden, einschließlich – unter anderem – der folgenden: der neu eingerichtete Grüne Klimafonds (Green Climate Fund, GCF), ein neugegründeter Technologiemechanismus, eine Verfahrensweise, um Diskussionen über Anpassung voranzubringen, ein formelles Verfahren zur Meldung von Minderungsverpflichtungen, das Ziel, den Anstieg der mittleren globalen Oberflächentemperatur auf 2°C zu begrenzen sowie eine Vereinbarung zu MRV (Measurement, Reporting and Verification) – Messung, Berichterstattung und Verifizierung – für jene Länder, die internationale Unterstützung für ihre Klimaschutzbemühungen erhalten. {WGIII}

Clean Development Mechanism (CDM)

Der CDM wird in Artikel 12 des Kyoto-Protokolls definiert und verfolgt zwei Ziele: 1) Unterstützung der Parteien, die in Annex I nicht enthalten sind, damit diese eine nachhaltige Entwicklung verfolgen und zur Erfüllung der Konventionsziele beitragen können; 2) Unterstützung der in Anhang I enthaltenen Parteien, damit diese ihre quantifizierten Emissionsbeschränkungen und -reduktionen erfüllen können, zu denen sie sich verpflichtet haben. Zertifizierte Emissionsreduktionen von CDM-Projekten, die in Nicht-Annex-I-Ländern durchgeführt werden und Treibhausgasemissionen einschränken oder reduzieren, können, falls sie von den durch die Vertragsstaatenkonferenz (COP) eingesetzten Organen zertifiziert worden sind, dem Investor (Staatsverwaltung oder Industrie) aus Annex B-Ländern angerechnet werden. Ein Teil des Erlöses aus solchen zertifizierten Projektaktivitäten wird genutzt, um Verwaltungskosten zu decken und um von der Klimaänderung besonders bedrohte Entwicklungsländer bei der Deckung der Anpassungskosten zu unterstützen.

CMIP3 und CMIP5 (CMIP3 and CMIP5)

Die Phasen drei und fünf des Modellvergleichsprojektes (CMIP3 und CMIP5), das Klimamodellsimulationen basierend auf gemeinsamen Modellvorgaben von Modellgruppen aus aller Welt koordiniert und archiviert. Der CMIP3-Multi-Modell-Datensatz beinhaltet Projektionen unter Verwendung von SRES-Szenarien. Der CMIP5-Datensatz enthält Projektionen unter Verwendung der Repräsentativen Konzentrationspfade. {WGII}

CO2-Äquivalente (CO2-equivalent)

Siehe CO2-Äquivalente-Konzentration.

CO2-Äquivalente-Emission (CO2Äq-Emission) (CO2-equivalent (CO2-eq) emission)

Die Menge an Kohlendioxid (CO2)-Emissionen, die über einen bestimmten Zeitraum denselben integrierten Strahlungsantrieb erzeugen würden wie die emittierte Menge des betrachteten Treibhausgases oder einer Mischung von Treibhausgasen. Die CO2-Äquivalente-Emission wird ermittelt, indem die Emission eines Treibhausgases mit seinem Globalen Erwärmungspotenzial (GWP) für den festgelegten Zeitraum multipliziert wird (siehe WGI Kapitel 8, Tabelle 8.A.1 und WGIII AnhangII.9.1 zu den hierin verwendeten GWP-Werten der verschiedenen Treibhausgase) Für eine Mischung von Treibhausgasen wird sie ermittelt, indem die CO2-Äquivalente-Emissionen jedes Gases addiert werden. Die CO2-Äquivalente-Emission stellt eine gebräuchliche Maßeinheit für den Vergleich von Emissionen unterschiedlicher Treibhausgase dar, impliziert jedoch keine Äquivalenz der entsprechenden Klimareaktion. {WGI, III} Siehe auch CO2ÄquivalenteKonzentration.

CO2-Äquivalente-Konzentration (CO2Äq-Konzentration) (CO2-equivalent concentration/Equivalent carbon dioxide (CO2) concentration)

Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2), die denselben Strahlungsantrieb verursachen würde wie eine bestimmte Mischung von CO2 und anderen Antriebskomponenten. Solche Werte können ausschließlich Treibhausgase oder eine Kombination aus Treibhausgasen, Aerosolen und Veränderungen der Oberflächen-Albedo berücksichtigen. CO2Äquivalente-Konzentration ist eine Metrik für den Vergleich des Strahlungsantriebs einer Mischung unterschiedlicher Antriebskomponenten zu einem bestimmten Zeitpunkt, bedeutet jedoch keine Äquivalenz der entsprechenden Klimareaktionen oder zukünftiger Antriebe. Im Allgemeinen besteht kein Zusammenhang zwischen CO2-Äquivalente-Emissionen und daraus resultierenden CO2-Äquivalente-Konzentrationen. {WGI, III}

CO2-Düngung

Siehe Kohlendioxiddüngung.

CO2-Preis (Carbon price)

Siehe Kohlenstoffpreis/CO2Preis.

CO2-Steuer (Carbon tax)

Siehe Kohlenstoffsteuer/CO2Steuer.