Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

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Hier finden Sie einige Projekte, die das FiW durchgeführt oder bei denen das FiW mitgewirkt hat:

dynaklim

dynaklim steht für „Dynamische Anpassung regionaler Planungs- und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet)“. Im Rahmen des KLIMZUG-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt das Forschungs- und Netzwerkprojekt dynaklim seit 2009 innovative Lösungen und Prozesse für eine vorausschauende und integrierte Anpassung an den regionalen Klimawandel.

Mit dem Aufbau eines langfristig tragfähigen regionalen Netzwerks und der Initiierung und Etablierung eines regionalen Roadmap-Prozesses (Roadmap 2020 „Regionale Klimaanpassung“) verfolgt dynaklim das Ziel, die Projektregion Emscher-Lippe-Ruhr und ihre Akteure bei der Entwicklung zu einem pro-aktiv handelnden, zukunftsfähigen Ballungsraum mit einer wesentlich verbesserten Anpassungs- und Innovationsfähigkeit zu unterstützen. dynaklim versteht sich daher auch als ein national und international wegweisendes Modellprojekt für Klimaanpassung von hochverdichteten Siedlungs- und Wirtschaftsräumen.

Das FiW übernimmt für das Konsortium die netzwerkübergreifende Projektleitung it den Aufgaben der übergeordneten Projektorganisation und Projektkoordination sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem ist das FiW als Projektkoordinator in Zusammenarbeit mit dem Praxispartner Emschergenossenschaft/Lippeverband, der Sozialforschungsstelle Dortmund, TU Dortmund und dem Wuppertal Institut auch im Netzwerkmanagement sowie der Netzwerkarbeit engagiert. Neben diesen Querschnittsbereichen bearbeitet das FiW folgende thematische Fachgebiete:
  • Regenwasser- und Gewässerbewirtschaftung.
  • Kanalinstandhaltung.
  • Stärkung der regionalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserung der regionalen Anpassung.
  • Finanzierung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen bzw. Gebührengestaltung.
  • Politisches, planerisches und Verwaltungshandeln für ein anpassungsfähiges Wassermanagementsystem.
Das Handbuch Stadtklima

Städten dabei zu helfen, die prognostizierten Folgen des Klimawandels zu bewältigen – das ist das Ziel des Handbuchs Stadtklima. Auf rund 280 Seiten werden dort umfassende Informationen gegeben zur Situation im Ruhrgebiet, den Grundlagen der Stadtklimatologie, der Wasserwirtschaft und dem regionalen Klimawandel. Darüber hinaus bietet das Handbuch Stadtklima Hilfestellungen beim Erkennen und Identifizieren von Problemgebieten und zeigt konkrete Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit Hitze, Trockenheit und Starkniederschlägen auf. In einer kompakten Kurzfassung finden sich die wichtigsten Hinweise für Stadtplaner/innen und -verwaltungen auf zirka 70 Seiten.

Broschüre „Klimawandel und Wasserwirtschaft – Maßnahmen und Handlungskonzepte in der Wasserwirtschaft zur Anpassung an den Klimawandel“

Mit der Broschüre, die das FiW zusammen mit dem Rheinisch-Westfälische Institut für Wasser – Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (IWW) erarbeitet hat, sollen die interessierte Öffentlichkeit sowie Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung, Verbänden und Unternehmen über aktuelle Forschungsergebnisse und -vorhaben zu Anpassungsmaßnahmen der Wasserwirtschaft an den Klimawandel im Kontext der Anpassungsstrategie NRW informiert werden. Ergebnisse der bereits abgeschlossenen Untersuchungen zu den Folgen des Klimawandels in der Wasserwirtschaft werden vorgestellt. Ziel ist es, für mögliche Problemgebiete zu sensibilisieren und den verantwortlichen Akteuren der nordrhein-westfälischen Wasserwirtschaft Anregungen für vorausschauende Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel an die Hand zu geben. Themen sind unter anderem: die Wasserversorgung in Hitzesommern und die Gewährleistung des Hochwasserschutzes bei Starkniederschlägen.

Machbarkeitsstudie „Climate Change Adaptation in Urban Areas in the Western Balkans“

In Kooperation mit dem Geografischen Institut der RWTH Aachen hat das FiW eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der GIZ für die Erweiterung des Projekts „Climate change adaptation in the Drin river basin“ (2012-2017) durchgeführt. Das Ziel war, die Situation mit detaillierten Informationen über die Klimafolgenanpassung in ausgewählten Städten des Balkans (Belgrad, Skopje, Tirana und Podgorica) zu erfassen, um eine Grundlage für das GIZ Projekt zu legen. Hierfür wurde eine SWOT-Analyse durchgeführt, um die vorhandene Anpassungskapazität der Städte zu analysieren sowie etwaige Lücken aufzudecken.

Städtebauliche Vorstudie „In wieweit lassen sich durch präventive bauliche Maßnahmen negativ wirkende Mikroklima positiv beeinflussen bzw. verbessern?“

Bis Ende des Jahrhunderts werden sich die Hitzeereignisse mehr als verdoppeln. Städte und Kommunen mit mehr als 25.000 Einwohnern werden von Hitzeereignissen besonders betroffen sein, da sich die Flächengröße der betroffenen Quartiere durch die projizierte Temperaturerhöhung zum Ende des Jahrhunderts mehr als verdoppeln könnte. Die Herausforderungen kommender klimatischer Änderungen müssen zukünftig in die Entwicklung und Überarbeitung städtebaulicher Infrastruktur, öffentlicher Verkehrsräume und deren Nutzungen einbezogen werden, um die Aufenthalts- und Lebensqualität der Bevölkerung in innerstädtischen Bereichen sicherzustellen.

Ziel der Städtebauliche Vorstudie, die in Kooperation mit der TU Braunschweig und dem Institut und Lehrstuhl für Städtebauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen erarbeitet wird, ist es deshalb, für Straßenzüge und Gebäude in dichten innerstädtischen Quartieren und mit einer hohen Verkehrsbevölkerung die klimatischen Veränderungen (Hitze, Kälte, urbane Sturzfluten oder Überflutungen) zu erfassen, eine Schwachstellenanalyse für bauliche und städtebauliche Situationen durchzuführen, daraus geeignete Anpassungsstrategien und -maßnahmen zu entwickeln sowie deren Wirksamkeit und die Möglichkeiten der technischen und administrativen Umsetzung zu bewerten.
Adresse

Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
Kackertstraße 15-17
52072 Aachen

Tel.: 0241 80 2 68 25
Fax: 0241 80 2 28 25

Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bolle
Dr.-Ing. Natalie Palm

fiw@fiw.rwth-aachen.de

http://www.fiw.rwth-aachen.de