Neues aus den Partnerinstitutionen

11.01.2018 Wuppertal Institut

Raus aus der Komfortzone

Innovationen sind wichtig für Nachhaltigkeitstransformationen, reichen aber oft nicht aus, um etablierte, nicht nachhaltige Strukturen zu ersetzen. Beispielhaft wurden die erneuerbaren Energien in Deutschland zwar sehr erfolgreich gefördert, dies hat aber bisher noch nicht dazu geführt, die Kohle aus dem Energiemarkt zu verdrängen. Generell hat sich die Transformationsforschung bisher intensiv damit beschäftigt, wie neue, gewünschte Alternativen gefördert und etabliert werden können – und dockt dabei an den allgemeinen Innovationsdiskurs an. Die Frage, wie man das Alte beziehungsweise Ungewünschte am besten wieder los wird, wurde bisher nur wenig systematisch untersucht.Der Artikel "Out of the comfort zone" stellt daher das Konzept der "Exnovation" vor. Dabei wird Exnovation als die absichtsvolle Beendigung von bestehenden (Infra-)Strukturen, Technologien, Produkten und Praktiken definiert. Die Autoren Dirk Arne Heyen, Senior Researcher beim Öko-Institut e. V., sowie Lukas Hermwille und Timon Wehnert aus der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik des Wuppertal Instituts unterstreichen in diesem Artikel die Notwendigkeit sich aus der mentalen Komfortzone herauszubewegen und sich nicht nur mit positiven Win-Win und innovationsgetriebenen Transformationen zu beschäftigen. Vor diesem Hintergrund diskutieren sie die unterschiedlichen Ansätze für die Steuerung von Exnovationsprozessen. Der komplette Artikel ist im nachfolgenden Link kostenfrei als Download erhältlich.

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11.01.2018 PIK Potsdam

Klimawandel lässt Flüsse über die Ufer treten: Anpassung nötig

11.01.2018 - Veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung werden das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen. Schon heute gehören derartige Fluten zu den häufigsten und verheerendsten Naturkatastrophen. Wissenschaftler haben jetzt die bis in die 2040er Jahre nötige Erhöhung des Hochwasserschutzes in allen Teilen der Welt berechnet, bis hinunter zu einzelnen Regionen und Städten. Sie stellen fest, dass der Anpassungsbedarf in den USA, in Teilen Indiens und Afrikas, in Indonesien und in Mitteleuropa einschließlich Deutschland am größten ist. Ohne Gegenmaßnahmen wären viele Millionen Menschen von schweren Überschwemmungen bedroht.

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04.01.2018 GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Die Sauerstoffarmut im Ozean nimmt zu

04.01.2018/Kiel. Die Gebiete mit extremer Sauerstoffarmut wachsen sowohl im offenen Ozean als auch in Küstenregionen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Wissenschaftsteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Kieler Sonderforschungsbereich 754. In der bisher umfangreichsten Studie zu diesem Thema, die heute in der Fachzeitschrift Science erscheint, zeigen die Autorinnen und Autoren auch mögliche Folgen dieser Entwicklung sowie Lösungsansätze auf.

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20.12.2017 Max-Planck-Gesellschaft

Auswirkungen der weltweiten Wald- und Weidewirtschaft auf den Kohlenstoffhaushalt sind viel größer und älter als bisher angenommen

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20.12.2017 Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)

Nutzung von Biomasse halbiert die durch Pflanzen gespeicherte Kohlenstoffmenge

Frankfurt am Main, den 20.12.2017. Einer neuen Studie im Fachjournal "Nature" zufolge speichern Pflanzen in Landökosystemen weltweit rund 450 Milliarden Tonnen Kohlenstoff - weniger als die Hälfte

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18.12.2017 Leibniz-Zentrum fuer Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Muencheberg

Konferenz: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Konferenz Landscape 2018 in Berlin: Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit Vom 12. bis 16. März 2018 veranstaltet das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern erstmals die Tagung „Landscape 2018“ im Berliner Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof. Unter dem Leitthema „Frontiers of agricultural landscape research“ bietet die einwöchige Veranstaltung eine Plattform für die Vernetzung international führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Disziplinen und ermöglicht den grenzüberschreitenden Austausch mit Multiplikatoren aus den Bereichen Politik und Gesellschaft. Drei parallele Fachsessions, mehr als 75 Vorträge und 70 Poster adressieren den aktuellen Forschungsstand zu zentralen Herausforderungen einer globalisierten Landwirtschaft: Klimawandel, Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit. Drei Fachexkursionen, ein Workshoptag sowie eine Campus-Tour am ZALF runden das Tagungsprogramm ab.

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14.12.2017 TROPOS

Umweltzone senkt Gesundheitsbelastung deutlich

Ruß und Ultrafeinstaub um mehr als die Hälfte reduziert

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13.12.2017 Max-Planck-Gesellschaft

Rendezvous von Modellen und Daten: Herausforderungen und Chancen bei der Implementierung von Landmanagement in Erdsystemmodelle

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12.12.2017 PIK Potsdam

Winzige Eisverluste an den Rändern der Antarktis können Eisverluste in weiter Entfernung beschleunigen

12.12.2017 - Wenn kleine Flächen des schwimmenden Eises an der Küste der Antarktis dünner werden, kann das die Bewegung von Eis beschleunigen, das hunderte Kilometer entfernt auf dem Festland aufliegt. Das zeigt eine neue Studie. Es ist bekannt, dass die schwimmenden Eisschelfe, die den Kontinent umgeben, die Eissströme vom Land in den Ozean regulieren. Bisher wurde angenommen, dass der Eisfluss besonders anfällig ist für das Abschmelzen an der Unterseite der Schelfe nahe der Aufschwimmlinie, wo das Eis vom Land ins Meer fließt. Nun fanden Wissenschaftler heraus, dass auch das Schmelzen in der Nähe der Ränder und inmitten der Schelfeisflächen direkte Auswirkungen haben kann, die bis weit ins Landesinnere reichen. Dies könnte den Eisverlust und damit potentiell den Anstieg des Meeresspiegels erhöhen.

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08.12.2017 PIK Potsdam

Indirekte Emissionen von Wind und Sonnenenergie kein Hindernis für Dekarbonisierung des Energiesektors

08.12.2017 - Auch kohlenstoffarme Technologien wie Wind- und Solarenergie oder Kohlendioxidabscheidung und -speicherung (CCS) bei fossilen Kraftwerken unterscheiden sich noch stark in den Treibhausgas-Emissionen, die im gesamten Lebenszyklus entstehen. Das ist das Ergebnis einer umfassenden neuen Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht wurde. Anders als manche Kritiker argumentieren, fanden die Forscher nicht nur heraus, dass Wind- und Solarenergie zu den Technologien mit der günstigsten indirekten Emissionsbilanz gehören. Sie zeigen auch, dass eine vollständige Dekarbonisierung des globalen Energiesektors durch den Ausbau dieser Technologien nur zu geringen indirekten Treibhausgasemissionen führen würde – und somit die Transformation hin zu einer klimafreundlichen Stromversorgung nicht maßgeblich behindern würde.

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