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24.09.2014

Globale Klimamodellierung Hoch entwickelte Klimamodelle versuchen, das Klima so realitätsnah wie möglich abzubilden und Aussagen über seine künftigen Veränderungen zu machen.

Aktuelle Forschung weltweit

Ob in England, Indien, den USA, Neuseeland oder in Israel – Klimawissenschaftler auf der ganzen Welt schätzen die Schnelligkeit und Flexibilität des Planet Simulator. Zirka 50 nationale wie internationale Forschungsinstitute und Universitäten nutzen ihn für Forschung und Lehre. Mehr als 100 Veröffentlichungen stützen sich auf Berechnungen des Planet Simulator.

Und die Klimaforscher sind derzeit sehr gefragt. Die aktuellen Klimaereignisse und ihre Folgen rücken zunehmend in den Fokus des gesellschaftlichen wie politischen Interesses. So richten zum Beispiel viele Wissenschaftler ihr Augenmerk auf die Simulationen des Übergangs zwischen warmen und kalten Perioden der Eiszeit. Wie stabil sind Klimazustände? Bleibt es zukünftig so warm, oder gibt es eine Chance, zurück zu den ursprünglichen Temperaturen zu kommen? Wie gut ist das Gedächtnis unseres Erdsystems? Die Wassertemperatur der Weltmeere in den vergangenen Jahrhunderten hat nämlich einen längerfristigen Einfluss auf das gegenwärtige Wetter. In wie weit ist also unser heutiges Klima abhängig vom Klima der Vergangenheit? Das sind Fragen, denen die Forscher auf den Grund gehen wollen, um aktuelle Entwicklungen möglicherweise besser bewerten zu können.

Gleichzeitig ist es in der Grundlagenforschung besonders wichtig, gezielt Ursache und Wirkung zu betrachten, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Auch hier ist der Planet Simulator ein wichtiges Instrument für die Berechnungen. Mithilfe langer Modellläufe lassen sich Grundsatzfragen untersuchen, quantifizieren und dann bestimmten Prozessen zuordnen. Denn die Forschung hat noch einige Geheimnisse um das Klimasystem der Erde zu ergründen.

Doch der Planet Simulator kann mehr als nur die Verhältnisse des blauen Planeten abbilden. Auch andere Welten lassen sich vom Schreibtisch aus erkunden. So haben Wissenschaftler bereits unseren Nachbarplaneten Mars modelliert, indem sie Umlaufbahn, Geometrie und die Zusammensetzung der Atmosphäre an die Verhältnisse auf dem Mars anpassten.

E. Kirk (Universität Hamburg) und M. Böttinger (DKRZ) - 3D-Visualisierung der atmosphärischen Zirkulation der Mars-Atmosphäre mit dem Planet Simulator. Die farbigen Linien zeigen die Oberflächentemperatur, die Pfeile das bodennahe Windfeld und die grün schattierten Bereiche Zonen hoher Windgeschwindigkeit in der oberen Atmosphäre.

E. Kirk (Universität Hamburg) und M. Böttinger (DKRZ) - 3D-Visualisierung der atmosphärischen Zirkulation der Mars-Atmosphäre mit dem Planet Simulator. Die farbigen Linien zeigen die Oberflächentemperatur, die Pfeile das bodennahe Windfeld und die grün schattierten Bereiche Zonen hoher Windgeschwindigkeit in der oberen Atmosphäre.