Neues aus den Partnerinstitutionen

02.11.2017 Wuppertal Institut

Gerechtigkeit im Treibhaus

Wenn sich im November die internationale Staatengemeinschaft zur 23. UN-Klimakonferenz (Conference of the parties, kurz COP23) in Bonn trifft, um über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu beraten, wird auch die Forderung nach mehr Gerechtigkeit in der Klimapolitik laut werden. Denn die Parole "Climate Justice" ist in den 2000er-Jahren nicht nur zur Fanfare der Zivilgesellschaft geworden, die die internationale Klimapolitik bis heute begleitet. Längst fordern auch die vom Klimawandel besonders betroffenen Staaten, die Hauptverursacher der Erderwärmung – und damit vorwiegend die Staaten des globalen Nordens – stärker in die Pflicht zu nehmen. Doch was hat es mit der "Climate Justice" auf sich? Wie verändert sich der Klimadiskurs, wenn man die Gerechtigkeitsperspektive einnimmt? Und welche Folgen hat das für die Entwicklungspolitik? Darüber schreibt Wolfgang Sachs, Senior Researcher am Wuppertal Institut, in seinem Artikel "Gerechtigkeit im Treibhaus", der sowohl in "Almanach Entwicklungspolitik 2017/18" als auch in leicht abgewandelter Form in "Blätter für deutsche und internationale Politik" erschienen ist. Das "Blätter"-Dossier ist online frei verfügbar.

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01.11.2017 Max-Planck-Gesellschaft

Nacht des Wissens: Klima- und Erdsystemforschung hautnah

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01.11.2017 HZG online: Pressemitteilungen/News

Klimarelevante Prozesse im Ozean: die Wirbeljagd auf der COP23

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) ist zum Ende des Wissenschaftsjahres 2016*17 "Meere und Ozeane" vom 6. bis zum 16. November 2017 Teil der in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz (COP23).

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24.10.2017 Max-Planck-Gesellschaft

Abkommen über die Finanzierung des neuen Hamburger Klimarechners unterzeichnet

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23.10.2017 Wuppertal Institut

"NRW Climate Lounge" und "Klimaschutz in der Industrie"

Vom 6. bis 17. November 2017 trifft sich die internationale Gemeinschaft auf der 23. UN-Klimakonferenz (Conference of the Parties – kurz COP) in Bonn und will die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens weiter vorantreiben. Begleitend zur COP veranstaltet das Wuppertal Institut gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und der EnergieAgentur.NRW die Veranstaltungsreihe "NRW Climate Lounge" sowie die internationale Fachkonferenz "Klimaschutz in der Industrie". Das Land NRW lädt in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW und dem Wuppertal Institut zur "NRW Climate Lounge" in den Post Tower in Bonn. An neun Abenden gibt die Veranstaltungsreihe ein tägliches Update der laufenden Verhandlungen und stellt darüber hinaus an jedem Abend ein zentrales Klimaschutzthema in den Mittelpunkt. Diese Themen werden mit NRW-Akteurinnen und -Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie internationalen Gästen diskutiert. Die Veranstaltungsreihe "NRW Climate Lounge" findet vom 6. bis 9. November und vom 13. bis 17. November – jeweils von 17 bis etwa 19 Uhr – statt. Im Anschluss jeder Veranstaltung besteht die Möglichkeit mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Die NRW Climate Lounge bietet damit eine einmalige Gelegenheit einen kompakten Überblick über den aktuellsten Stand der Klimaverhandlungen zu bekommen und Schlüsselthemen für den Klimaschutz zu diskutieren. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe am 6. November 2017 wird Ministerialdirektor Dr. Karsten Sach, Abteilung Klimaschutzpolitik, Europa und Internationales des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) erwartet. Bei der Schlussveranstaltung am 17. November 2017 ist Staatssekretär Jochen Flasbarth des BMUB zu Gast. Folgende Themen sind vorgesehen: <ul><li>6.11. – Einführung in die internationale Klimadiplomatie: Hintergründe, Akteure und Verhandlungen der COP23 </li><li>7.11. – Klimaverträgliche Stadt- und Quartiersentwicklung: Klimaschutz auf lokaler und regionaler Ebene </li><li>8.11. – CO2-Minderungstrategien in Unternehmen </li><li>9.11. – Digitalisierung als Wegbereiter für Klimaschutz </li><li>13.11. – "Non-Party-Action" – Subnationale Akteure im globalen Klimaschutz </li><li>14.11. – Klimaschutz im Verkehr: mehr als nur Elektromobilität </li><li>15.11. – Carbon Pricing – die Zukunft marktorientierter Mechanismen </li><li>16.11. – Energieforschung in NRW – Innovationen für den Klimaschutz </li><li>17.11. – Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse der COP23 – Ausblick auf die COP24 in Schlesien in 2018 </li></ul>"Die Abendveranstaltungen der NRW Climate Lounge richten sich an Akteurinnen und Akteure aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus NRW und anderen Regionen – national wie international, an die zahlreichen Beraterinnen und Berater sowie Beobachterinnen und Beobachter der COP, an Medienvertreter sowie Interessierte aus dem Bonner Umfeld und Nordrhein-Westfalen. Wir laden alle herzlich ein, sich über die aktuellen Geschehnisse auf der COP zu informieren und mit uns zu klimapolitischen Themen ins Gespräch zu kommen", sagt Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts. <b>Konferenz "Klimaschutz in der Industrie" </b>Als Heimat von mehr als 50 Prozent der deutschen energieintensiven Grundstoffindustrie steht NRW wie auch andere Regionen mit ähnlichen Strukturen bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens vor besonderen Herausforderungen. Das ambitionierte Ziel: die Bereitstellung energieintensiver Grundstoffe bei weitgehender Vermeidung von Treibhausgasemissionen. NRW hat mit seiner Forschungslandschaft und innovativen Industrieunternehmen die große Chance zu zeigen, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit keine Gegensätze sind. Gemeinsam können die Unternehmen Vorreiter auf den wachsenden globalen Klimaschutzmärkten sein und wichtige Wertschöpfungs- und Innovationspotenziale erschließen. Unter dem Motto "Klimaschutz in der Industrie – NRW als Vorreiter bei der klimaverträglichen Gestaltung energieintensiver Produktion” sind alle Interessierten am 10. November 2017 von 10 bis 17.30 Uhr zur internationalen Fachkonferenz mit Vorträgen und Diskussionen in den Bonner Post Tower eingeladen. Auf dem Podium der Konferenz werden unter anderem Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Eva Svedling, Staatssekretärin im schwedischen Ministerium für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Klimaschutz, Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts und Dr. Reinhold E. Achatz, CTO – Head of Corporate Function Technology, Innovation & Sustainability, von thyssenkrupp erwartet. Anschließend besteht die Möglichkeit sich hier sich mit den Expertinnen und Experten vor Ort auszutauschen. "Mit der Konferenz ist es uns gelungen, zentrale Vorreiter aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenzubringen, die alle Pioniere in dem noch neuen, aber extrem relevanten Feld der sehr weitgehenden Treibhausgasminderung in der Grundstoffindustrie sind", sagt Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer, Forschungsgruppenleiter für Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten so einen direkten Einblick in den aktuellen Stand der internationalen Entwicklung zu diesem Thema."Für die Veranstaltungen sind keine UN-Akkreditierungen notwendig. Detaillierte Informationen zu den Events und Anmeldemodalitäten sind in den nachfolgenden Links zu finden.Pressemitteilung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH VisdP: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, PräsidentKontakt: Christin Hasken, Leitung Kommunikation Tel.: +49 202 2492-187 Fax: +49 202 2492-108E-Mail: christin.hasken@wupperinst.org

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23.10.2017 Wuppertal Institut

Zentrale Bausteine für das Regelwerk von Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens

Das Wuppertal Institut hat die neueste Ausgabe der Carbon Mechanisms Review veröffentlicht, dem vierteljährlich erscheinenden Fachmagazin für marktbasierte Klimaschutzinstrumente. In dieser Ausgabe analysieren Axel Michaelowa und Stephan Hoch (Perspectives Climate Group), welche die zentralen Elemente des Regelwerks von Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens (Cooperative Approaches) sein sollten. Das sogenannte "Rulebook" des Pariser Klimaabkommens wird Ende 2018 auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz verabschiedet. Die Autorinnen und Autoren arbeiten heraus, welche Aspekte des "Artikel 6-Kapitels" bis zum nächsten Jahr verabschiedet sein müssen und welche später noch verhandelt werden können.Daneben präsentiert das Magazin einen Anwendungsfall für sogenannte nicht-marktbasierte Ansätze, die gemäß Art. 6.8f. des Pariser Klimaabkommens möglich werden sollen: den "Adaptation Benefit Mechanism" (ABM). In einem Interview legt Gareth Philips, der Initiator des ABM, dar, welche Nachfrage er für die Adaptation-Zertifikate sieht, erläutert seine Sicht auf die Misserfolge des Clean Development Mechanism (CDM) und erklärt, wie zertifizierbare Adaptation-Projektresultate dargestellt werden sollen. Weitere Artikel thematisieren neue Herausforderungen für die Umweltintegrität unter Art. 6 (Konrad Raeschke-Kessler), mögliche Stolpersteine auf dem Weg zur Umsetzung von kooperativen Ansätzen (Martin Burian/Joachim Schnurr, GFA) sowie einen Bericht über die mögliche Nachfrage nach Offset-Zertifikaten aus dem Luftfahrtsektor inklusive der geplanten Regelungen im EU-Emissionshandel (Andrew Murphy, Transport and Environment).Die Ausgabe steht zum freien Download in englischer Sprache bereit.

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20.10.2017 PIK Potsdam

„Wir brauchen Sie“: UN Klima-Chefin zu Potsdamer Klimaforschern

13.10.2017 - Hunderte Millionen Menschen werden innerhalb weniger Jahrzehnte von den Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Migration betroffen sein – beide Bereiche wurden bislang zu wenig im Zusammenhang mit der menschgemachten Erwärmung gesehen. Das ist eines der Ergebnisse der Impacts World Conference, die diese Woche vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veranstaltet wurde. An die 500 Wissenschaftler aus 67 Ländern diskutierten drei Tage lang unter dem Titel „Die wahren Kosten des Klimawandels“, um die Klimafolgenforschung durch eine bessere Einbindung sozialer und ökonomischer Faktoren auf eine neue Ebene zu heben. Im Rahmen der Konferenz feierte das PIK auch seinen 25. Geburtstag, im Geiste der vom Institut seit einem Vierteljahrhundert verfolgten Mission: den wissenschaftlichen Fortschritt voran treiben und zugleich Ergebnisse an Entscheider herantragen.

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19.10.2017 PIK Potsdam

„Der Vater der Zwei-Grad-Grenze“: Schellnhuber erhält Blue Planet Preis

19.10.2017 - Der weltweit wichtigste Preis für Pioniere der Umweltforschung ist diese Woche in Tokio an Hans Joachim Schellnhuber vergeben worden. Er ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), das zur Leibniz-Gemeinschaft gehört. Der Blue Planet Preis ehrt herausragende Denker, die helfen Herausforderungen planetaren Ausmaßes anzupacken. Vergeben wird der Preis von der Asahi Glass Stiftung; er wurde in Gegenwart von Prinz und Prinzessin des japanischen Kaiserhauses übergeben und ist mit 50 Millionen Yen dotiert. Schellnhuber erhielt den Preis für die Etablierung eines neuen Forschungsfelds, der Erdsystemanalyse, und für die Einführung äußerst einflussreicher Konzepte wie etwa dem der Kipp-Elemente. Die zweite Preisträgerin ist Gretchen Daily von der US-Universität Stanford, die für ihre Forschung zur Artenvielfalt und zu Natur als Kapital ausgezeichnet wurde.

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13.10.2017 PIK Potsdam

Die wahren Kosten des Klimawandels: ‚Impacts World‘ Konferenz in Potsdam

11.10.2017 - Wenn wir das Klima destabilisieren, kann das auch unsere Gesellschaft destabilisieren. Die Folgen der globalen Erwärmung führen nicht nur zu erheblichen ökonomischen Schäden, sie schaden auch der Gesundheit der Menschen in vielerlei Weise, verstärken die Treiber von Migration, und sie setzen Entwicklungsperspektiven für die Ärmsten der Welt aufs Spiel. Um diese Auswirkungen noch besser zu verstehen, treffen sich vom 11. bis 13. Oktober an die 500 Wissenschaftler aus aller Welt in Potsdam. Die wahren Kosten des Klimawandels zu benennen – dies ist der Titel der Konferenz – ist eine große Herausforderung. Denn gerade die gesellschaftlichen Kosten sind nicht immer leicht zu berechnen, ihre Währung ist mitunter das menschliche Leiden. Als Teil der Konferenz begeht das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert der Forschung mit dem Ziel, das Wissen über die Interaktion von Mensch und Erdsystem voranzubringen.

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10.10.2017 PIK Potsdam

Als die Kohle entstand, hat das unseren Planeten beinahe in einen Schneeball verwandelt

10.10.2017 - Während heute das Verbrennen von Kohle zur Überhitzung der Erde führt, hat vor etwa 300 Millionen Jahren das Entstehen eben jener Kohle unseren Planeten an den Rand einer globalen Vereisung gebracht. Zum ersten Mal zeigen Wissenschaftler diesen massiven Effekt in einer Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the US Academy of Sciences veröffentlicht wird. Als in dem Erdzeitalter namens Karbon und Perm ausgedehnte Wälder starben, wurde das Kohlendioxid (CO2) unterirdisch begraben, das die Bäume während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hatten. Die Überreste der Pflanzen bildeten im Laufe der Zeit den Großteil der Kohle, die heute als fossiler Energieträger genutzt wird. Die Folge: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre sank damals drastisch und die Erde kühlte so weit ab, dass sie nur knapp dem entging, was die Wissenschaftler als „Schneeballzustand“ bezeichnen.

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